Ursachen
und Faktoren von Hochwassern| Besonders
problematisch: Überlagerung von Hochwasserwellen | |
Zunächst
einmal ist die Wassermenge grundsätzlich für den Wasserstand entscheidend,
die Wassermenge schwankt aber regelmäßig. Die Schwankungen der Pegel
werden von Behörden zeitnah registriert, sofern ein Meldenetz vorhanden ist.
Besonders starke Schwankungen haben Fließgewässer, die einen großen
Wassereinzugsbereich haben. Hier kommt selbst bei mittlerem Platzregen einiges
zusammen. Ein besonderes Problem für größere Fließgewässer-Systeme
ist aber auch die Überlagerung von mehreren Hochwasserwellen. Grade
die großen Flüsse müssen dann die Ladung von mehreren Zuflüssen
gleichzeitig verkraften. Die nebenstehende Animation verdeutlicht den Effekt der
Potenzierung zweier mittlerer Hochwasserwellen zu einer großen, wenn sie
gleichzeitig auftreffen. | |
Dass die Hochwasserwellen kaum noch verzögert und verteilt werden, ist Folge des massiven Ausbaus im Sinne von Wasserautobahnen. Kein Wunder, dass ohne Kurven höhere Geschwindigkeiten nicht nur für Schiffe möglich sind. Je schneller das Wasser kommt, desto weniger Reaktionszeit hat man. Noch ein Katastrophenfaktor ist das, was die Hochwasser mit sich führen: Mehrere Tonnen Öl und giftige Substanzen (DDT/Schwermetalle) aus zerstörten Anlagen aber auch ausgeschwemmt aus den Böden. Mehr Infos zu Giften nach Überschwemmungen gibt es hier. | |
Oft
unterschätzt : In
seltenen Fällen ist die Aufschlagkraft der Hochwasserwelle unabhängig
von der tatsächlichen Höhe des Pegels gefährlich. Bei plötzlichen
Brüchen von Wehren oder Dämmen können solche Wellen entstehen.
Gleichzeitig gefährden sie genau solche Anlagen stromabwärts. Denn nur
wo ein kurzfristiger Wellenscheitel (auch "peak" genannt) geballt auftreffen
kann, ist er am gefährlichsten. |
Ein Rohr kann bei Verstopfung zum Wasserstau führen, hier ein Beispiel. Aus der Perspektive von Wanderfischen ist es auch ein Hindernis auf dem Weg zum Laicherfolg. |
| Bei natürlichen Fließgewässern wird ein solcher unnatürlich hoher Hochwasserwellenkamm gebremst, weil er am Ufer stark auf Reibung trifft und sich dadurch verteilt bzw. abflacht. Ist der Rand allerdings begradigt, bleibt der Wasserberg relativ lange stabil. Seine Schlagkraft ist dann meist höher. Auch wenn ein Strom z.B. Baumstämme mitführt, kann dies bei Stauungswehren wie ein Rammbock oder wie ein Pfropfen wirken. Staudämme haben in der Regel einen Notablass und einen Überflusszylinder, wenn der Notablass ausgelöst wird, gibt es eine Hochwasser-Welle. Ein
weiterer Spezialfall sind die sogenannten | |
19.03.2004 9:18 updated by Bene