Was
ist hochwasserangepasste Architektur?
| Früher gab es in traditionellen Hochwassergebieten noch wenig Deiche. In den Gebäuden waren Hochwasser schon eingeplant (z.B. in den Elbniederungen). Man hatte keine Pumpen aber auch keinen Keller, das untere (oft gekachelte) Geschoss wurde geräumt und dann nach dem Hochwasser wieder vom Schlamm befreit. |
![]() Hallig Langeneß (bei Föhr/Amrum): Traditionelle Warft (Erhöhung um einige Meter auf Erdhügel) in Hochwassergebiet als Beispiel für hochwasserangepasste Architektur. |
| Andere
Lösungen sind die Die Hochwasserschutzstrategien sind zunächst das klassische Widerstehen gegenüber Fluten (z.B. durch Flutsperren am Hauseingang), das elegante "Umgehen" des Problems (z.B. durch Höherlegen des Eingangs) aber auch das kontrollierte "Nachgeben" (z.B. das Fluten von Kammern, um ein Aufschwemmen des Gebäudes zu verhindern). Mehr dazu in unsere Literaturliste. Es wäre an der Zeit, einen Architektenwettbewerb zu weniger Versiegelung und passivem Hochwasserschutz auszurufen.
Hochwasserschutz-Architektur kann allerdings nur da sinnvoll sein, wo bereits Siedlungen in hochwassergefährdenden Bereichen existieren. Hochwasserschutz am Bau macht ein Haus meist viel teurer (Experten gehen von etwa 10% der Rohbausumme zusätzlich aus), daher sollte man allein aus finanziellen Gründen Flussauen meiden, denn: Hochwasserangepasste Architektur kann kein Ersatz für fahrlässige Bebauungspläne in Retentionsflächen bedeuten!
Hochwasser-Schutz durch energie- und flächensparende Architektur- überall Im weiteren Sinn wäre Architektur Hochwasserschutz-Architektur, die Energie spart Versiegelung vermeidet und Regenversickerung bzw. Regenwassernutzung ermöglicht. Diese kleinen Maßnahmen können an jedem Standort erfolgen und sparen auch für den Eigentümer auf Dauer große Kosten. Greifen Sie die kommunalen und sonstigen Fördermittel ab! Guter Linktipp:
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19.03.2004 9:19 updated by Bene