Experten & Sandsäcke oder
Informationsoffensive für Mensch und Fluss
?!?


NAJU Kinderfreizeit 2004
Keine Frage: Flüsse gehören allen!
Hochwasserschutz ist eine Angelegenheit aller!

Statt dem Hydrologie-Expertentum, Katastrophenbeamten und Ingenieuren allein das Feld zu überlassen, sollten lieber alle Teile der Bevölkerung "mit dem Fluss leben lernen". Klar: Experten und Verantwortliche brauchen wir.
Gezielte Aufklärung und Einbindung der Bevölkerung erleichtert aber das Managment einer besonders großen Flut. Wer als Privatmensch Gefahren kennt, sensiblisiert wird und Informationen einholen kann, kann vorbeugen, kann früher entscheiden, früher reagieren, ohne überzureagieren. Von Seiten der Behörden aber auch privater Initiativen muss das Bewusstsein (vor allem bei Kindern/Jugendlichen und Zugezogenen) erst geschaffen werden, dass Hochwasser natürlich sind und nur in begrenztem Ausmaß kontrolliert werden können.

Beispiel: Es gibt momentan keine uns bekannte amtliche Information z.B. für Kinder oder Jugendliche zum Thema.


Hochwasserbilder aus dem Flugzeug (in Bayern) Bildnachweis 1

Leider werden bei kleineren Flüssen nicht so häufig Pegel zeitnah gemessen. Dies kostet Geld. Ein besseres Monitoring der Pegel kleinerer Flüsse und ein darauf hin eingestellte Zusammenarbeit von Kommunen bereits vor dem Katastrophenfall kann sich später aber auch finanziell auszahlen. Wer seinen Fluss als "Chance" erkennt, kann Natur mehr Freiraum geben und der Bevölkerung mehr Lebensqualität. Vielleicht ist ein Fluss auch eine Möglichkeit, überregional Tourismus zu lenken oder ein Gesamtflusssystem mit einem Auen-Netzwerk zu überziehen (wie es z.B. am Rhein, Mosel oder der Ems passiert). Siehe auch die Liste unserer Forderungen an eine zukunftsorientierte Hochwasserpolitik.

Unten ein Foto der Saale - es zeigt das überschwemmte Stadion in Halle/Saale:

 
  
 

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23.04.2004 18:34 updated by Bene