Aktuelles rund um Hochwasserschutz und Fließgewässer
Foto: Forstschäden durch Orkan Kyrill in NRW 
In der Donauregion Südosteuropas hat es massive Überschwemmungen gegeben. Über 7000 Menschen haben ihre Häuser verlassen müssen. Die Auswirkungen sind noch nicht absehbar, jedoch wird klar, dass es sich um ein Hochwasser der 100-jährigen Kategorie handelt.
Während die Pegel oberhalb von Dresden langsam sinken, ist das Hochwasser unterhalb sogar noch höher als das "Jahrhunderthochwassers" 2002. Städte am Unterlauf der Elbe wie Hitzacker (Niedersachsen) sind zum Teil überschwemmt. Dies ist auch darauf zurück zu führen, dass durch die nicht gebrochenen Deiche am Oberlauf die Unterlieger der Elbe mehr Wasser im Fluss gehalten haben, dass nun die Scheitelhöhe hochtreibt. Kurzfristig hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel den Hochwasseropfern eine "Unterstützung" (technische Hilfe) zugesagt.
Nach neuesten Berechnungen wird die Hochwasserwelle für Dienstag den Höchststand zeigen. Wahrscheinlich ist, dass die Flut noch mindestens eine Woche sehr hoch stehen wird, da mehrere weitere Scheitelwellen aus Tschechien anrollen. Die Zahl der Toten ist in Tschechien auf 7 Opfer gestiegen. In Deutschland wurden nun weitere Retentionsflächen zur Ausbreitung des Wassers geöffnet. Bezeichnenderweise musste das Land Sachsen eine Straße aufbaggern, die offensichtlich in die Elbauen gebaut wurde ohne zumindest einen Durchlass für das Wasser zu haben. Besser wäre es gewesen, sich aus den Flussauen heraus zu halten.
Neben bislang 5 Toten sind in Tschechien und massiven Schäden sind die ersten in die Elbaue gebauten Gebäude überflutet. Damit zeigt sich unserer Meinung nach, dass sich viele Anlieger sowie viele Kommunen nicht darauf eingestellt haben, dass Überflutungen eben kein Ausnahmeereignis, sondern Prinzip sind. Vor vier Jahren standen die Pegel aber zum Teil um Meter höher. Verbessert hat sich die (auch internationale) Zusammenarbeit mit den tschechischen Behördern und das Informationsmanagment. Der Elbscheitel ist nun weniger stark gestiegen, was unter anderem wohl auch auf einige Dammbrüche in Tschechien zurück zu führen ist, die den Abflussscheitel zum Teil abgefangen haben. Informationen für Anlieger aus Sachsen hier klicken!
An der Elbe und an der Donau gibt es durch Schmelzwasser und Regenfälle Hochwassermeldungen.
In mehreren Regionen Ostdeutschlands haben sich aufgrund der Überlagerung von Schmelzwasser und Eisstaut sowie von Regen Überschwemmungen ereignet.
05.02.06 RTL Verfilmung "Die Sturmflut" über die Springflut an der Nordseeküste am 16./17. Februar 1962 am 17.2.06 im TVGedreht an historisch nicht ganz korrekten Orten (- so zum Beispiel im "Licht- und Luftbad Essen" am Baldeneysee, einer abgelassenen Freibadanlage) und mit Specialeffect und einem Staraufgebot bestückt, wird nach der Fußball-WM von 52 auch diesmal ein nationales Ereignis von einer Naturkatastrophe zu einem TV-Event. Das auf den Jahrestag genau geplante Film-Doppel ist nach RTL-Meinung das "TV-Ereignis des Jahres". Wir sind gespannt auf die Umsetzung der "Großen Flut" als Teil des kollektiven Bewusstseins und Beginn einer neuen Epoche der systematischen Hochwasservorsorge in Küstennähe. Gleichzeitig tagt auch der erste "Extremwetterkongreß" des Max-Planck-Institutes für allerdings nur auserlesene Wetter-Experten. Was ein Jahrestag so alles bewirken kann.
Das Team "hochwasser-special.de" ist der diesjährige Preisträger des Hochwasserpreises 2005, der am 2005 von der Hochwassernotgemeinschaft Rhein e.V. verliehen wurde.
Für das Team nahmen Benedikt Sunderhaus und Anja Bäthge in Anwesenheit des Umweltministers von NRW, Eckhard Uhlenberg, die Auszeichnung entgegen. Die NAJU erhielt diesen Preis in der Kategorie "Junge Erwachsene" für ihr Internetportal www.hochwasser-special.de. Die Jury mit Dr. Anne Schulte-Wülwer-Leidig, Internationale Kommission zum Schutz des Rheines (IKSR), Achim Hütten, Oberbürgermeister der Stadt Andernach und Vorsitzender der Hochwassernotgemeinschaft, sowie Heinz Scholl, Vorsitzender der Hochwassernotgemeinschaft Braubach, hatte die Gewinner aus insgesamt 20 Einreichungen ausgewählt. Als Preis wird das Team auf dem Foschungsschiff MS Burgund eine Untersuchungsfahrt durchführen.