Auen- Lebensräume zwischen den Elementen

Auen sind Lebensräume zwischen Wasser und Erde, sie sind feucht, werden periodisch überflutet oder sind vom schwankenden Grundwasser beeinflusst. Auenböden entstehen aus den Sedimenten, die meist während der Hochwasserperiode angeschwemmt werden und sich dann absetzen. Das heisst nicht, dass sie dort ewig liegen bleiben - schon das nächste Hochwasser kann wieder einen Teil des Materials mitnehmen. In gebirgigen Oberläufen unserer Flüsse, in denen eine plötzlich einsetzende Schneeschmelze oft riesige Mengen an Wasser und Geröll bewegt, besten die Auenböden meist aus gröberem, kiesigen Material mit wenig organischer Substanz.

Dadurch ist das Wasser auch oft kristallklar - alles, was im Fluss ist, ist so schwer, dass es nach unten sinkt. Was kleiner ist, wird fortgeschwemmt.
Anders sieht das Wasser weiter unten aus. In den Unterläufen unserer Flüsse, bei denen ein Hochwasser oft bedeutet, dass das Wasser tage- oder wochenlang langsamfließend die Wiesen und Wälder überschwemmt, lagert sich dagegen eher sehr feines anorganisches und organisches Material ab.

Diese Substanzen sind sehr nährstoffreich und bieten Pflanzen beste Vorraussetzungen für üppige Vegetation. Mehr zu den Tieren und Pflanzen in Auen hier.

Überschwemmtes Gebiet in Bayern- ohne Bebauung - also wenig Schäden.

Luftaufnahme eines Hochwassers ohne Katastrophe- die Schäden in der Landwirtschaft sind zwar unabweisbar, doch Gebäude und Menschen werden nicht gefährdet. Bildnachweis 1

Auen sind die wichtigsten Lebensräume unsere Landschaft und dazu noch wichtige Hochwasserschützer durch ihre Retentionsflächen. Dort, wo Wasser sich ausbreitet - passiert nicht viel.

zurück zur Übersicht


23.05.2004 17:34 updated by Bene
bitte disclaimer beachten!