Erosion und Sedimentation
Fliessende
Wasser ist nicht nur H2O - viele Schwebeteilchen werden mitgeführt. Fließendes
Wasser reißt feste Teilchen mit und zwar um so mehr, je schneller es ist.
Ein kleines Rinnsal beispielsweise kann in jedem Augenblick zwar nur eine kaum
messbare Menge Partikel vom Untergrund abschleifen und wegtransportieren - aber
über geologische Zeiträume sind das Milliarden Tonnen an Material. Man
spricht hierbei von Erosion. In Flüssen bilden sich durch Tiefenerosion
hinter Hindernisse Kolke. | ||
![]() | Erosion
und Sedimentation gehören zu einem Fluss, können aber auch zum Problem
für Menschen werden. Grade die kleinen Partikel - die also auch gute Nährstoffe für Pflanzen bilden, werden vom Wasser als erstes weggeschwemmt. Liegt der Boden frei, kann über Wasser (und Wind) alles weggeschwemmt werden. Es bilden sich steile Risse oder auch Abbruchkanten, die stückweise abgeflacht werden. Das geht bei lockerem Material einfach und schnell - bei Fels oder Granit langsamer. Sedimentationen können an den "falschen Stellen" zur Verflachung des Gewässers führen - dann hilft sich der Mensch mit Buhnen oder Schiffsbaggern. | |
| Im
Grunde sieht man also Erosion (und Sedimentation) sogar bei Kindern im Sandkasten,
wenn man mit Wasser Sandburgen auflöst und abschwemmt. Welche bizarren Formen
Erosion auch hervorrufen kann seht ihr an dem Foto aus dem "Valle de la luna"
in der Nähe von La Paz in Bolivien - in den Anden. Dort sind bis zu 10 Meter
tiefe Canyons im Sand-Kies-Boden entstanden. Eigentlich kann man die Canyons schon gar nicht mehr sehen, weil nur noch die Erdspitzen übrig geblieben sind. Hier hat aber nicht nur das Wasser, sondern auch die Sonne (durch Temperaturschwankungen) und der Wind mitgewirkt. Die meisten Auengebiete sind flach - sie wurden von dem Fluss weggeschwemmt. |
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23.05.2004 17:35 updated by Bene
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