Kolke- Tiefwasserstellen
Kolke sind typische Erscheinungen in Fließgewässern. | ||
|
Diese kreiselförmigen Strömungen wirken wie ein Zyklon oder Staubsauger
- sie räumen die Stelle hinter dem Hindernis aus. Hier kann wieder das gleiche passieren, wie bei der Mäanderbildung: Ein Kolk vertieft sich selber. Daher kann er durchaus mehrere Meter tief sein. | ![]() | |
Daher sind Kolke oft eine "üble Überraschung", wenn man mit Stiefel oder Wathose im Fluss herumläuft. Plötzlich sackt selbst ein Zwei-Meter-Mensch ein. Mini-Kolkbildung kann man dann gut beobachten, wenn man sich mit Stiefeln in den sandigen Bachgrund stellt: Hinter dem Stiefel kreiselt das Wasser - keine 2 Minuten später beginnt man schon zu rutschen, weil sich hinter dem Stiefel eine Mulde gebildet hat. In größeren Kolken verstecken sich gerne Fische, wie die Forelle oder die Groppe, die man bei klarem Wasser sehr gut und ohne Störung beobachten kann. Verlängert sich die Vertiefung, so kann eine sogenannte temporäre Flutrinne entstehen, in der - trotz des vorgelagerten Hindernisses - ein Hauptteil des Wassers durchfließt. | ||
Auch umgekehrt kann eine Flutrinne nicht mehr komplett genug Erosion aufweisen, damit die Rinne nicht versandet. Nur hinter Hindernissen bleiben dann einige Kolke zurück. Alles ist im Fluss, wie man sieht. Ihr könnt der Kolkbildung übrigens nachhelfen - in unseren Aktionstipps wird verraten, wie ihr für Bachforelle und Co eine nette Badewanne schaffen könnt. | ||
zurück zur Übersicht
23.05.2004 17:35 updated by Bene
bitte disclaimer
beachten!