Flussauen sind Retentionsflächen

Ein natürlicher Flusslauf verändert sich ständig. Daher gibt es allenfalls für einen bestimmten Moment mit einem bestimmten Wasserstand ein bestimmtes Bett.

Ändert sich aber irgendetwas (z.B. der Wasserpegel beim Frühjahrshochwasser), so nimmt der Flusslauf eine ganz andere Form an. Aus der Vogelperspektive sieht daher ein natürliches Flusssystem mit Haupt- und Nebenströmen aus wie ein die Landschaft überziehendes Aderngeflecht. Die Ausbreitungsflächen bei Überschwemmungen nennt man Retentionsflächen. Sie sind zentraler Faktor beim ökologischen Hochwasserschutz. Sie lassen Hochwasser regelrecht auflaufen - auf das flache Ufer. Das wird zwar überschwemmt, aber dadurch nimmt es das Wasser auf.
Retentionsflächen sind aber oft abgeschnitten worden, Altarme zugeschüttet oder abgeschnitten worden. Große Flüsse haben in etwa höchsten noch 10-20% ihrer ursprünglichen Flächen. Kein Wunder, dass dann jedes Hochwasser zur Gefahr wird.
Lufbild einer Überschwemmung.
Bei Überschwemmungen holt sich der Fluss sein altes Bett zurück - warum geben wir es ihm nicht sofort? Bildnachweis 1
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23.05.2004 17:35 updated by Bene
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