"Flankierende Maßnahmen" : Trockenlegung von Mooren, Entwässerung von Auen


 
Es begann eine weitere Entwicklung, die den Flüssen "das Wasser abgraben" sollte. Zunächst startete man bereits im 19. Jahrhundert großen Moorentwässerungen, Flussdelta und Auenurbarmachungen. Hierbei gingen neben wertvollen Naturflächen auch Wasserspeicherräume en masse verloren. Diesen Zusammenhang erkannte man damals noch nicht, die Vergrößerung der Landwirtschaftsfläche stand angesichts explodierender Bevölkerungszahlen auf der Tagesordnung. Für das Moor war auch der hohe Energiegehalt des Torfs ein Todesurteil - noch heute wird in Schottland oder Irland mit Torf geheizt. Alter Heurechen aus Stahl.
  

Überschwemmte Wiese.
Früher Alltag, heute Ausnahme - überschwemmte Wiese.
In der Landwirtschaft kamen ab dem 20. Jahrhundert Traktoren und Düngemittel in den Einsatz. Die Größe der landwirtschaftlichen Fläche wuchs, Moore, Feuchtgebiete und Auen konnten durch gezielte Entwässerungstechnik trocken gelegt werden. Die Landwirtschaft nahm sich ihren Teil der Auen, die chemische Düngung und die Massenproduktion stieg an. In mehrere Wellen wurden Landreformen durchgeführt, die letztlich maschinengerechte Äcker und Weiden hervorbrachten.

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19.03.2004 10:15 updated by Bene

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