Die
Elbe ist ein bekannter Fluss: Nicht
nur fast jeder Deutsche kennt ihren Namen, sie wird besonders gut von Schiffahrtsämtern
und Gewässerbehörden beobachtet. In Deutschland gibt es mehrere Dutzend
Pegelmeßstationen und sie sollen (angesichts der letzten Hochwasser) auch
in den Zuflüssen noch ausgebaut werden. Am Beispiel der Elbe - hier ein Ausschnitt-
kann das Problem des Verlustes an Retentionsflächen anschaulich gesehen
werden. Die
Elbe hat heute nur noch 13,6 Prozent ihrer ursprünglichen Überflutungsfläche
(Retentionsfläche), somit sind über 80% der im 12. Jahrhundert noch
6.172 Quadratkilometer für Natur und Hochwasserschutz verloren. Auch
die Länge hat gelitten - die Elbe ist regelrecht geschrumpft. Durch die bereits
im 19. Jahrhundert begonne Durchstechung von Flussschleifen ist der Lauf der
Elbe auf tschechischer Seite um 55 und auf deutschem Gebiet um 60 km kürzer
geworden. (Quelle: BAFG) |