![]() | Buhnenbau
und Eingriff in die Fließdynamik Beispiel Ruhr |
Wasserpegelschwankungen,
Untiefen und ähnliche Probleme löste man mit Staustufen und Buhnen,
damit überall eine bestimmte Mindestwassertiefe herrschte. Bei den
Stauungen wurden allerdings oft eine alte Auenlandschaft dauerüberflutet
und der Fluss war in Abschnitte zerlegt. Viele
Fischarten können diese Staustufen nicht bewältigen, die Auwälder
starben ab. Eine andere Maßnahme war, zu flache Flüsse auszubaggern.
In den nun schiffbaren, gestauten Flüssen herrschte eine relativ langsame
Fliessgeschwindigkeit. Und schon hatte man das nächste Problem: Die Fahrrinne versandete wieder, weil aufgrund der geringen Fliessgeschwindigkeit ein Sedimentationsprozess einsetzte. Jetzt legte man Buhnen an, das sind Wälle, die seitlich in den Fluss hineinragen. Durch die Buhnen wird der vom fließenden Wasser genutzte Strömungsquerschnitt verengt und die Strömungsgeschwindigkeit in der Mitte erhöht sich zwangsläufig. Jetzt setzt wieder eine Erosion ein - Sandbänke werden fortgespült und die Fahrrinne vertieft. Wer aufmerksam ist, kann bei allen schiffbaren Flüssen solche Apparate entdecken. | |
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Hier sieht man am unteren Rand eine Buhnenanlage (immerhin mit Weidenbepflanzung). Das Foto zeigt die Ruhr bei Blankenstein- einer der ältesten und intensivst ausgebauten Wasserwege.
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19.03.2004 10:23 updated by Bene
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