![]() | Küstenschutz durch Seedeiche und Sperrwerke an der Nordsee |
| Vor allem in den Niederlanden wurde durch gezielte und langfristige Deichbaupolitik Millionen von Quadratmetern Land gewonnen. Die Eindeichungen wurden immer weiter nach vorne verschoben, gleichzeitig blieb aber die Gefahr, dass in den dicht besiedelten Niederlanden bei Deichversagen große und schnelle Katastrophen entstehen würden. Große Teile der küstennahen Provinzen (z.B. Zeeland, Frysland) liegen unterhalb des Meeresspiegels. In seinem Charakter ist ein marines Deichversagen auch daher gefährlich, weil das Meer nicht "leerlaufen" kann, sondern unbegrenzt Wasser bis zum Niveauausgleich nachfließt. Allenfalls durch die einsetzende Ebbe kann es Entlastung geben. Zudem spielt der Wind (z.B. bei einer Springflut) aufgrund der großen Fläche des Wassers eine erhebliche Rolle, während er bei Binnenseen weniger wichtig und bei Flüssen quasi vernachlässigbar ist. | |
![]() Hier ein auf eine Erhöhung gebautes friesisches Haus aus der Zeit vor den High-Tech-Deichen. |
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Mittlerweile haben die Niederlande in einigen Sperrwerken Milliarden investiert, um auch gegen 1000-jährige Ereignisse gewappnet zu sein. Sperrwerke (wie auf dem unteren Foto) machen ein Ablassen der binnendeichs auflaufenden Flut (z.B. aus Flüssen) möglich, sobald Ebbe herrscht. Zur Not mit Pumpwerken wird im Hochwasserfall sichergestellt, dass das Flusswasser ins Meer gelangt und keine "indirekte" Überschwemmung durch gestautes Mündungswasser aus dem Binnenland droht. Speziell für die Niederlande ist dieser Schutzmechanismus überlebenswichtig und zentrale Aufgabe verschiedener Behörden. |
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![]() Dieses Foto zeigt ein massives Sperrwerk, das im Normalfall den Wasserabfluss aus dem Binnenland (rechter Teil) ermöglicht, im Hochwasserfall aber gegen einen Wasseransturm (von Seeseite - hier links) schützt. |
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29.06.2004 19:18 updated by Bene
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