![]() | Preußen als Ausbaumotor |
| Es war ein Franzose - Napoleon, der einige Jahre nach der Französichen Revolution Teile Deutschlands besetzte und die Mini-Fürstentümer auflöste. Zwar war Napoleon eher mit Krieg als mit Ausbau von Flüssen beschäftigt, aber es entstanden entlang des Rheins erstmals großangelegte Kartografien von Flüssen und französische Ingenieure wurden zur Sondierung des Rheins z.B. am Oberlauf. Nach 1815 war Napoleons Besatzungzeit zu Ende und mit dem napoloenischen "Reichsdeputationshauptschluss" die Kleinstaaterei vorbei - eine politische Voraussetzung für den Start des massivsten Ausbauprogramms, das Deutschland je erlebt hatte. Im Wiener Kongress wurden - neben der politischen Restauration- auch die überstaatliche Zusammenarbeit im Flussausbau erstmals vereinbart - so wurde die Elbe zum "internationalen Schifffahrtsfluss" erklärt. Als Napoleon von Preußen (und seiner Allianz) vertrieben war, stand der preußische König als Erbe in den Fussstapfen der vormaligen Kleinstaatler. | |
| Vor
allem unter preußischer Herrschaft war die Flussausbaupolitik effektiv und
gebietsübergreifend möglich. An der Warthe (die damals noch ganz
in deutscher/preußischer Verwaltung lag), Oder, |
Preußische Urkunde aus
dem 19. Jahrhundert von "Wilhelm von Gottes Gnaden König von Preußen
etc." |
| Vor der politischen Einigung Deutschlands kam die wirtschaftliche - der Deutsche Zollverein wurde gegründet, um die lästige und teure Zollbürokratie zu beenden. In Folge wuchs der Handel deutschlandweit. Die Schleusen - vorher oft aus Holz - wurden größer, sie wurden mit Stein und Holz und später mit Stein und Stahl leistungsfähiger. Hochwasser behinderten aber oft die Bauarbeiten, da Pumpen noch von Menschen oder Vieh bedient wurden. So konnte nur bei Niedrigwasser z.B. eine Schleuse gebaut werden. Diese Probleme waren aber sehr bald lösbar...denn man hörte schon das Pfeifen der Dampfmaschinen. | |
19.03.2004 10:29 updated by Bene
bitte disclaimer beachten!