Schifffahrt und Flussausbau


Die berühmte Papenburger Werft Meyer ist so ziemlich der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, die die Flüsse den Schiffen anpasste. Für diese einzelne Werft wurde die Ems stark ausgebaut, vertieft und gestaut.

Ein Plattbodenschiff vor der niederländischen Küste. Im Detail sieht man das Schwert, von dem das Schiff jeweils zwei hat.

Die Schiffe der Meyerwerft sind Luxusliner, die für den maritimen Einsatz ausgelegt sind, aber mehrere Kilometer von der Binnenland-Werft ans Meer durch die Ems fahren. Kein Wunder, dass es auch mit allen Mitteln der Verbauung nur so knapp für einen Abtransport reicht, dass die Pötte rückwärts fahren müssen, um nicht anzuecken.

Dabei geht es auch anders. Die Plattbodenschiffe an der Nordsee sind durch fehlenden Kiel und seitlich einklappbare Tauchschwerter optimal zum Trockenfallen ausgelegt. Obwohl diese Schiffe heute nur noch im touristischen Einsatz sind, basteln Ingenieure auch an Experimentalschiffen, die auch ohne ausgebaute Flüsse auskommen.
Ökologischer Vorteil Verbrauch vs. Flussausbau
Kohle, Heizöl oder andere Massengüter per Schiff zu transportieren ist wesentlich günstiger als sie mit dem LKW und etwas günstiger, als sie mit der Bahn zu transportieren, was den Energieverbrauch und die Emissionen angeht. Ob dazu allerdings der Ausbau der Elbe notwendig ist, ist angesichts der Entwicklung der Schifffahrt auf dem Rhein mehr als fraglich - der Zuwachs der Tonnenkilometer läuft praktisch seit Jahren nur auf dem Rhein. Mehr dazu findet ihr hier.

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24.06.2004 18:50 updated by Bene

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