Amphibien
![]() Teichmolchweibchen (doppelte natürliche Größe). |
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In Auen sind Amphibien natürlich in ihrem Element. Für sie ist fast jedes Hochwasser eine Verbreiterung ihres Lebensraumes, vor allem wenn es nach dem Frühjahr Altarme und flussnahe Tümpel wieder auffüllt. Man braucht sich bloß mal eine natürliche Aue anschauen: Es gibt morastige Stellen, überall Wasser oder zumindest den frühmorgendlichen Nebel, Lurche lieben Feuchtigkeit. Frösche
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Vor allem die Frösche lieben die Sonne, denn alle Amphibien sind wechselwarme Tiere. Nicht zuletzt daher wandern sie gerne zwischen kühlen und sonnenexponierten Stellen hin und her. Der
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| Oben: Typisches See-/Teichfroschrevier: ein Altarm am Rhein. | |
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Der Grasfrosch ist der anspruchsloseste Frosch. Man findet ihn in den meisten Wäldern, an Bächen und Gewässern. Er ist nicht unbedingt auf das Wasser angewiesen - seine Farbe ist auch entsprechend erd-dunkel zwischen Grün und Braun. |
| Teich- bzw. Seefrösche sonnen sich meist in einem Abstand von 2-3 Metern vom Gewässer, um bei Gefahr mit einigen Sprüngen im Wasser zu verschwinden. Ihr Kopf ist relativ dreieckig, ihre Farbe ist deutlich heller, ihr Rufen ist ein schwallartiges kurzes und tiefes Quaken. | |
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Was hier aussieht wie ein kleiner Fisch ist die Kaulquappe des |
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![]() Diese Kaulquappe wurde im Juni 2004 an einem 2003 angelegten Laubfroschgewässer des NABU Münsterland gefangen. Sie zeigt, dass Schutzbemühungen im Rahmen des Programms "Ein König sucht sein Reich" erfolgreich waren. Unten ein Unterwasserfoto - eine seltene Aufnahme, da die Kaulquappen sehr schnell und sehr nervös sind. |
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| Die Kaulquappe des Laubfrosches ist erheblich größer als alle anderen Kaulquappen und auch sehr viel dicker - etwa so dick wie der kleine Finger eines Mannes. Die Farbe variiert zwischen goldschimmernd und grünlich. Diese Kaulquappen lieben flache und warme Gewässer und können sehr bald sehr gut sehen und entsprechend gut flüchten. | |
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Ab Mai hört man Gras- und Seefrosch tagsüber, am lautesten wird es allerdings bei Dämmerung, denn dann schlägt der erwachsene Laubfrosch zu. Obwohl er so klein ist, knallen die Rufe bei ihm mit mehr Dezibel als bei allen anderen Froscharten. Der Laubfroschruf Linkes Bild:Laubfrosch beim Sonnenbad. Unten (Rollover-Bild): Der Laubfrosch etwa in natürlicher Größe - er ist in etwa so klein wie das letzte Fingerglied des kleinen Fingers bei einem Erwachsenen. Die Färbung variiert zwischen Chromgelb, Grün und Türkisblau. |
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Laubfrösche sind statt im Wasser und im Gras lieber im Gestrüpp unterwegs. Für diesen "Kletter-Lifestyle", der sonst nur bei tropischen Fröschen vorkommt, sind sie durch ihre Leichtigkeit und Haftballen bestens ausgerüstet. Klickt auf das Rollover-Bild und ihr seht den Winzling verschwinden. PS: Links oben ist noch zu sehen, wenn man genau aufpasst. |
Einheimische Kröten
In umgestürzten Bäumen, unter Steinen und in Spalten fühlen sich ![]() Dieser "Doppeldecker" war in ein Loch gefallen, das von einem herausgezogenen Zaunpfahl stammte - am Tage würden Erdkröten freiwillig nie wandern. Für Erdkröten werden Keller, Löcher oder Gullys schnell zu Todesfallen. |
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![]() Bereits nach wenigen Wochen sind die Kaulquappen so weit entwickelt, dass sie auf abrupte Änderungen im Lichteinfall reagieren können und dann blitzartig nach unten in tieferes Gewässer verschwinden. Noch ein paar Wochen drauf und sie können das Gewässer verlassen. |
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Molche und Salamander
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![]() Teichmolchmännchen von unten. |
![]() Bergmolchmännchen von unten. |
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Dafür gibt es eine andere Bedrohung: Sind die Kaulquappen geschlüpft, so geht es oft um Zeit. Nach wenigen Wochen sind viele Gewässer bereits stark eingetrocknet und wer dann nicht Beine hat und die Lungenatmung eingeführt hat, sitzt im wahrsten Sinn auf dem trockenen. Und alle Kaulquappen sind für Fraßfeinde wie den Reiher leichte Beute. |
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Mehr erfahren?
| Über Frösche, Lurche und Amphibien könnt ihr euch hier beim NABU Team "Amphibienschutz" ausführlich und mit vielen Bildern informieren. | ![]() Im Foto: Ein Grasfrosch - häufiger Vertreter der Amphibien und heimisch in vielen (Fließ-) Gewässern. Er würde ohne Hecken und Flüsse nur wenig wandern können. Die Tarnung ist hier auf dem Foto offensichtlich. |
08.08.2004 11:38 last updated by Tina