Leben im und am Fluss!
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Wie ihr an obiger Grafik seht, gibt es sehr unterschiedliche Bereiche in einem natürlichen Fließgewässer und seiner Aue. Abhängig von der Wassergeschwindigkeit und dem Grundsubstrat, der Häufigkeit der Überschwemmung und dem Lichteinfall bilden sich verschiedene Pflanzengruppen aus. Ihr lest weiter unten, warum es nur wenige Pflanzen schaffen, direkt im oder am Wasser zu überleben.
Wichtige
Grundlage ist auch die Wassertiefe - wir haben hier ein Fotobeispiel mit Unterwasseraufnahmen
eines Altarms:
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Wasserpflanzen sind meist durch die Fließgeschwindigkeit bestimmt. Große Geschwindigkeiten bedingen, dass die Pflanzen sich stark verwurzeln müssen. Andererseits friert schnelles Wasser auch nicht so schnell zu. |
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Die Pflanzenwelt natürlicher Flussauen läßt sich grundsätzlich in zwei Grundtypen unterteilen: die sogenannte "Hartholzaue" und die "Weichholzaue".
Diese Vegetationstypen umfassen verschiedene Pflanzengruppen mit unterschiedlichen
Ansprüchen an den Lebensraum. In der Realität gehen diese zwei idealen
Vegetationstypen fließend ineinander über und häufig gibt es an
Flüssen natürlich noch vom Menschen geschaffene Landschaftstypen (Wiesen,
Äcker) oder z.B. Buchenwälder.
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| Was zunächst Bedrohung für die meisten Pflanzen ist, wird von einigen besonders angepassten Spezialisten auch ins Gegenteil verkehrt, wie im folgenden Kapitel erklärt wird. | |
![]() Erlenbruchwälder (wie diese am Niederrhein) werden häufig überschwemmt. Im Gegensatz zu anderen Bäumen können Erlen und Weiden periodische oder ständige Überschwemmungen überleben. | |
In
den flussnahen Bereichen der Aue, in denen das fließende Wasser eine ständige
Umgestaltung der Landschaft hervorruft, können nur Pionier-Baumarten (Erstbesiedler)
überleben, die durch schnelles Wachstum und kürzere Generationsfolgen
einen Vorteil vor "langsameren" Arten haben. Typische Arten sind Weide
und Schwarzerle, die durchaus eine Überflutung von fast 200 Tagen
ertragen und denen das Hochwasser mehr Nutzen als Schaden bringt. |
Gehen
nun einige Jahre ohne große Hochwasserperioden vorbei, siedeln sich auch
Eichen, Ulmen, Buchen und andere Bäume an. Diese Arten können
Hochwasser von mehr als 100 Tagen nicht verkraften. Sie sind zunächst den
schnell wachsenden Weiden und Erlen unterlegen, jedoch hat deren Strategie, schnell
zu wachsen, den Nachteil, dass sie ein (für Bäume) geringeres Alter
erreichen. Weiden z.B. brechen aufgrund des weichen Holzes oft nach wenigen Jahrzehnten
auseinander. Jetzt bekommen die langsam, aber solide wachsenden Hartholzarten
ihre Chance. Eben noch im Unterholz einer grossen Weide, können Eichen und
andere Arten nun das Sonnenlicht erreichen und übernehmen sozusagen die "Führung". | ||
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04.08.2004 15:24 last updated by Tina