
Diese Waldeidechse zeigt das typische Tarnfarbenmuster. Waldeidechsen wie diese hier werden max. 12 cm lang und sind daher recht klein.
Waldeidechsen sind dafür fast noch überall zu finden. Um sie zu beobachten, muss man nur in ein gleichzeitig sonniges (d.h. lichtdurchflutetes) Waldrandstück gehen, das auch über eine gewisse Feuchtigkeit verfügt.
Beobachtungstipps (für Waldeidechsen):
Die Waldeidechse ist am besten abends in der Abendsonne zu beobachten, indem man (bei Windstille) langsam z.B. einen Forstweg abgeht und auf verdächtiges Laufrascheln wartet. Meist flieht die Eidechse nicht direkt in ein Mauseloch, sondern nur hinter die nächste Deckung. Nähert man sich vorsichtig an, kann die Distanz wie hier auf unter 10 cm fallen. Allerdings bleibt zu sagen: Es dauerte 1 h, um das Tier zu finden, geschlagene 20 Minuten, um an das Tier mit der Kleinbild-Digicam die letzten 2 Meter heranzukommen. Der Fotograf durfte mit den Knien auf dem Kiesboden rutschen. Es ist übrigens ein guter Trick, wenn man bei der Annäherung gegen Blätter und Grashalme in der Umgebung pustet. Denn dann kann das Tier die Bewegungen des Beobachters nicht genau vom Pseudo-"Wind" unterscheiden. Alle Reptilienarten sehen nur mäßig, reagieren aber auf Erschütterungen sehr massiv, das könntest du ausnutzen. Man kann v.a. bei Blindschleichen und Eidechsen anhand der pulsierenden seitlichen Bauchdecke sehen, ob die Tiere einen als Beobachter erkannt haben/ Fluchtstreß aufbauen und entsprechend schneller atmen.
Zauneidechsen sind keine ausgesprochenen Flussbewohner, profitieren aber zum Beispiel in den Flusstälern von Rhein und Mosel von der Arbeit des Flusses - sie leben an den Hängen und in Felsschluchten.
Blindschleichen profitieren auch von Bächen. Sie sind nämlich frühmorgens und abends sowie nachts aktiv, wenn es etwas feuchter wird. Im Gegensatz zu ihrem schlangenähnlichen Aussehen sind sie Eidechsen.
Mehr zu Reptilien findest du in der gut ausgestalteten PDF Reptilienbroschüre der NAJU (1 MB).
Auf keinen Fall sollte man Eidechsen und Blindschleichen fangen oder berühren, weil sie dann ggf. den Schwanz an einer Sollbruchstelle abwerfen. Dieser Verlust kann zwar durch Nachwachsen behoben werden, das Tier hat damit allerdings extrem viel Energieaufwand und ein Infektionsrisiko mehr. Der Schwanz wächst auch nicht mehr ganz auf die ursprüngliche Länge. Also: Lasst es bleiben! |