Verdriftet - Cast away!
![]() Besonders Kleintiere werden bei Geschwindigkeiten von bis zu mehrere Meter gerne "verdriftet". |
| Verdriftung
nennt man das Phänomen, dass Pflanzen oder deren Samen sowie Tiere vom Wasser
in Fließrichtung abgedriftet und irgendwo wieder angelandet werden,
wo die Strömung nachlässt. Verdriftung passiert immer in eine Richtung,
kann aber von Tieren und Pflanzen durch "Tricks" verhindert werden.
So schwimmen Fische häufig hinter Hindernissen in Kolken,
um weniger Strömung zu haben, viele Fließgewässertierarten sind
ganz schnittig gebaut, damit sie nicht so hohen Wasserwiderstand haben. Insekten
haben ausgeprägte Klammergriffe, wie z.B. die Steinfliegenlarve. Laich und
Eier von Insekten sind so klebrig, dass sie unter Steinen haften bleiben oder
im Kiesbett (in dem Lückensystem) verschwinden.
Mit Energie oder mit weiteren "Tricks" kann eine Art aber auch gegen
den Strom sich verbreiten - z.B. indem viele Wasserlarven als ausgewachsene Insekten
fliegen können. Die Eintagsfliege ist so ein Fall: Im Grunde lebt
sie fast ihr ganzes Leben unter Wasser, nach dem Schlüpfen der Fliege geht
es nur noch um Partnersuche, Fortpflanzung und Eierlegen. Die Fliege kann dabei
ihre Art oberhalb des ursprünglichen Punktes Eier absetzen und stirbt. Dass Wasser eine wichtige Brücke zur Verbreitung von Arten ist, hat bereits Charles Darwin ( in seiner Schrift "Über die Entstehung der Arten") entdeckt:
Die ökologische Dynamik und die Verbundfunktion ist der Hauptgrund, Flüsse nicht zu verbauen oder aufzustauen. |
Mehr über den Zusammenhang zwischen Genpool und Flüssen hier.
19.03.2004 9:57 last updated by Tina