Leben im und am Fluss!
| Wirbellose
& Insekten Oft
übersehen - häufig unterschätzt: Das was klein ist, bildet die
Grundlage für alle anderen Tiergruppen. Nur selten werden bei Bachuntersuchungen
solche "Brecher" gefunden wie dieser
Die
Nahrungsquelle in der Natur (und damit in Gewässern) ist wie eine Pyramide
aufgebaut, man spricht daher auch von Nahrungspyramide. Los geht es mit Plankton,
das sowohl tierisch wie pflanzlich ist. Winzigste Einzeller, Polypen und Bakterien
sowie Pflanzen bilden die Grundlage.
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Der Flohkrebs ist noch häufig, er zeigt eine gute Wasserqualität an, wenn er in großer Zahl vorkommt. ![]() Eine Variante der Familie der Steinfliegenlarve, von der es sehr viele Arten in Mitteleuropa gibt. | Insekten, Würmer und andere Wirbellose sind außerdem ein prima Wassergüte Anzeiger (sogenannten Bio-Indikatoren oder Saprobien). Denn als Tiere, die sich recht schnell vermehren können, zeigen sie durch ihr Vorkommen zeitnah an, wie es dem Gewässer aktuell geht. Würde man das Gewässer chemisch messen, wäre das nur mit Labor und dutzenden von Tests möglich. Findet man aber eine bestimmte Art, weiß man: Das Gewässer ist in Ordnung. Dieses Prinzip macht sich auch unser vielbenutzter Kombi-Leitfaden zu Nutze - ein Bestimmungsschlüssel für Saprobien & morphologische Qualität an Hand von Insekten und Fischen. Den Kombi-Leitfaden kann übrigens hier downloaden. |
Bei
Dadurch kann sie auf zwei Wegen ein neues Gebiet besiedeln: Durch Verdriftung (im Wasser) und als Fliege in der Luft. Damit ist sie z.B. nach Ölunfällen flexibler in der Lage, Lebensraum wieder zu besiedeln - sollte die Qualität stimmen. Mehr zu dem Problem der Barrieren für eine Art hier. | |
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| Libellen | |
![]() Hier eine Gebänderte Prachtlibelle- eine Libelle der schnell fließenden und bewachsenen Flüsse und Bäche. |
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![]() Kleinlibelle. | Libellen sind wohl die ungewöhnlichsten und attraktivsten Insekten an Gewässern. Als Tiergruppe uralt gibt es mehrere Dutzend Arten in Europa. Von der Ameisenjungfer, deren Larven sich im Sand eingraben und als "Ameisenlöwe" auf Kleininsekten warten bis zum Schnellgewässer gibt es sehr viele unterschiedliche Lebensräume. Die hohe Spezialisierung der Tiere mag auch daran liegen, dass die Sumpftiere in der Urzeit sehr erfolgreiche Arten hervorgebracht haben. Libellenschutz ist einfach: Saubere, verkrautete und langsam fließende Gewässer oder Tümpel anlegen. Fertig. |
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Hier im Bild eine (männliche) | ![]() |
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Libellenlarve kurz vor dem Schlupf. Unteres Bild links: Zurückgelassene Hülle; deutlich erkennbar ist der Greifarm. Unten rechts: Greifarm in angelegter Form bei dem noch lebendem Insekt.
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| Libellen leben sowohl in Fließgewässern wie auch in stehenden Gewässern und sind als Fluginsekten wie auch als Larven Räuber. Blaupfeil-Larven bevorzugen langsame oder stehende Gewässer - also flache Tümpel, Alt- oder Totarme. Sie sind eine der häufigsten Libellenarten. Andere Libellen, wie die schillernd blaue Azurjungfer leben auch in schnell fließenden, aber bewachsenen Bächen. Nach der Paarung steigen die Weibchen übrigens an diesen Gewässerpflanzen unter Wasser und legen dort ihre Eier direkt ab. Libellenlarven sind räuberisch. Der Fangarm (siehe Bild) ist speziell aufgebaut und macht vor allem Kaulquappen ordentlich das Leben schwer. Nach Fang wird das Opfer ausgesaugt. Fast so groß wie ein erwachsener |
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Diese Groß-Libelle war durch zerknitterte Unterflügel so schlecht im Fliegen, dass man sie sogar auf den Finger nehmen konnte. |
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![]() Teichmolch und Libellenlarve etwa in natrürlicher Größe. | |
![]() Gefährlich für Kaulquappen: Gelbrandkäfer. Er tankt Luft unter seine Flügeldecken. | Der
gefährlichste Freßfeind im Wasser unter den Insekten ist der
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![]() | Obwohl
die meisten Leute noch nie einen |
| Bianca vom NAJU-Team im Selbstversuch. Der kleine biss aber nicht an, möglicherweise wegen starkem Restalkoholproblem. ;-) | |
04.08.2004 14:58 last updated by Tina