
Für
Binnenschiffe (nicht Freizeitschifffahrt!) sprechen vor allem zwei gewichtige
Klima-Argumente: - Binnenschiffe
sind wesentlich weniger belastend als Autobahnen und Straßen, für die
viel häufiger und weniger spektakulär mal der eine oder andere Bach
verrohrt wird. Dies wird häufig übersehen.
- Binnenschiffe
belasten mit 33,4 Gramm CO2 das Klima pro 1 Tonnenkilmeter etwas weniger als die
Bahn (48,1) und wesentlich weniger als der LKW (164) (Quelle:www.wsa.de)
Brauchen
wir tiefere und neue Kanäle für die Binnenschifffahrt?
Wer
sich die Entwicklung der Binnenschifffahrt lt. Quelle des Statistischen Bundesamtes
anschaut, kann feststellen, dass der Verkehr in der Schifffahrt zwar zugenommen
hat, aber hieran vor allem der Rheinverkehr seinen Anteil hat- Dokument
hier einsehbar. Alle anderen Bereiche bleiben erstaunlich stabil - zumindest
in der Summe. Am Rhein-Main-Donau-Kanal stagniert der Verkehr seit Jahren und
zwar nicht aus technischen Gründen auf einem Fünftel des Niveaus des
Rheinverkehrs. Also bringt es nichts, insgesamt überall Kanäle
neu zu bauen oder zu vertiefen ohne die Möglichkeit zu prüfen, dass
ein Tiefausbau möglicherweise keinen wirtschaftlichen Sinn macht. Weiterer
Ausbau an der Elbe oder an der Donau führt einfach am Markt vorbei. Abgesehen
von den ökologischen und hochwassertechnischen Folgen.
 - Es
gibt trotz der insgesamt steigenden Menge an Gütern insgesamt aber für
jeden Bereich ein anders Bild: An der Rhein-Schleuse Iffezheim) sank die Gütermenge
in 1000 Tonnen von 40.504 (1980) auf 40.597 (1990) auf 30.801 (2001). Gleichzeitig
sank der Anteil der unter deutscher Flagge fahrenden Schiffe von 50,9% (1980)
auf 44,1 (1990) auf 41,7% (2001). (Zahlen in 1000 Tonnen, Quelle:www.elwis.de)
- An
der Schleuse Kelheim am Main-Donau-Kanal stabilisierte sich die Zahl der Gütermengen
bei ca. 6.000. (Zahlen in 1000 Tonnen, Quelle:www.elwis.de)
- Statt
einer größeren Ausbautätigkeit sollten die Regierungen lieber
dafür sorgen, dass der klimafreundliche Schiff- und Bahnverkehr steuerlich
begünstigt wird. Dann werden die Wasserstraßen, die bereits vorhanden
sind, endlich ausgenutzt. Aus wirtschaftlichen Gründen.
- Statt
Anpassung des Flusses könnte man auch darüber spekulieren, ob man nicht
die Schiffe anpasst.
Gefährung
durch Chemiestofftransport?
- Im
Gegensatz zum LKW ist bei einer Havarie eines Binnenschiffs die Gefahr groß,
dass sich die Substanz (egal ob Öl oder andere Produkte) schnell und weit
verbreitet. Möglichkeiten, Substanzen schnell abzupumpen oder abzufangen
sind vorhanden, hat der Stoff aber erst mal Wasserkontakt, wird es ungleich schwieriger
als beim LKW. Andererseits ist auch der LKW letztlich an diesen risikoreichen
Schiff-Transporten beteiligt, weil er und PKW Treibstoffe benötigen, die
fast in allen europäischen Wasserstraßen den Hauptteil der Transportgüter
ausmachen.
- Hier
ist europaweit der Standart zu erhöhen - sowohl im Binnen- als auch im maritimen
Verkehr.
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